Dr. med. Sigrid Hülsbergen-Krüger

Fachärztin für Plastische Chirurgie und Chirurgie/Handchirurgie

PRAXISKLINIK FÜR ÄSTHETISCH-PLASTISCHE UND HANDCHIRURGIE IN HAMBURG
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Botulinumtoxin

Botulinumtoxin ist ein Medikament, das die Muskelfunktion herabsetzt und in höherer Dosierung auch lähmt. Man kann es auch als Gift bezeichnen, aber das sind viele homöopathische Mittel in entsprechend hoher Dosierung auch.

Für die Faltenbehandlung wird es in sehr niedriger Dosierung angewandt. Das Mittel wirkt nicht sofort, sondern braucht bis zur vollen Wirkungsentfaltung ca. 1 Woche. Bei richtiger Anwendung kann man dann, je nach dem, wie die Einstichpunkte angeordnet werden z.B. kein „böses Gesicht“ mehr machen, wodurch sich die Zornesfalte glättet oder man kann die Augenbrauen nicht mehr hochziehen, wodurch sich die Stirnquerfalten glätten.

Bei Plazierung der Einstichpunkte an den Außenseiten der Augenhöhlen verschwinden die Krähenfüße und bei Einstichen am Unterlid in begrenztem Ausmaß auch die Fältchen unter den Augen. Mit einem Einstichpunkt mit Botulinumtoxin im Schläfenbereich direkt unter den Augenbrauen lassen sich die Augenbrauen im äußeren Bereich leicht anheben. Unter den Mundwinkeln eingebracht bewirkt das Botulinumtoxin eine Mundwinkelanhebung und um den Mund herum auch eine leichte Verminderung der Mundfältchen. Auch eine Anwendung von Botulinumtoxin am Kinn kann sinnvoll sein um das sogenannte Pflastersteinkinn zu bessern.

Darüberhinaus gibt es für Botulinumtoxin auch noch weitere, sehr segensreiche Anwendungen. Viele Menschen leiden unter störenden Gesichtzuckungen. Diese können Folge von Nervenerkrankungen, Tumoren oder Schlaganfällen sein, treten oft aber auch ohne erkennbaren Grund auf. Wenn durch eine entsprechende Diagnostik ausgeschlossen ist, dass sich das Leiden durch eine andere Massnahme (z.B. Operation) dauerhaft beheben lässt, ist die Behandlung mit Botulinumtoxin in vielen Fällen sehr erfolgreich. Ähnlich ist es mit der Behandlung des übermäßigen Schwitzens mit Botulinumtoxin. Das Mittel lähmt die Schweißproduktion durch die Schweißdrüsen.

Die Wirkungen des Botulinumtoxins sind reversibel. Das bedeutet, die Wirkung hält durchschnittlich 4-6 Monate an und verschwindet dann wieder. Kleine Nebenwirkungen sind gelegentlich möglich und müssen in einem ausführlichen Beratungsgespräch vorher besprochen werden, verschwinden aber ebenso wie die erwünschte Wirkung. Da sich die Falten nach Wiedereintreten der vollen Muskelfunktion aber erst allmählich wieder ausprägen, kommen viele Patienten für die Faltenbehandlung nur einmal pro Jahr.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Schwerpunktseite Faltenbehandlung.

FAQ

1. Manche Schauspieler haben durch Botulinumtoxin so ein maskenhaft wirkendes Gesicht. Das möchte ich nicht bekommen.

Wer zuviel will, den bestraft das Leben. Botulinumtoxin sollte vorsichtig dosiert werden. Für die Behandlung der Zornesfalte sind gewöhnlich 5-6 Einstichpunkte ausreichend, für die Stirnquerfalten ca. 8 Punkte. Bei Kombinationsbehandlungen lassen sich oft Punkte einsparen. Die Devise lautet: „Soviel wie nötig aber so wenig wie möglich“

2. Ich habe Angst vor Spritzen. Geht es nicht auch mit Cremes?

Leider hat bisher keine Creme auch nur annähernd die gleiche Wirkung nachweisen können. Die Angst selbst können nur Sie bekämpfen. Ein bisschen Hilfe gibt es allerdings. Eine Tablette Paracetamol oder Ibuprofen ( auf keinen Fall Aspirin) dämpft die Piekser. Vor der Behandlung kann zudem eine betäubende Creme aufgetragen werden und wir vereisen die Einstichstellen zusätzlich mit eisgekühlten, mit Gesichtswasser getränkten Wattepads.

DGPRÄC (Deutsche Gesellschaft für Plastische Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie) http://www.kbv.de/qep/qep.html
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