Dr. med. Sigrid Hülsbergen-Krüger

Fachärztin für Plastische Chirurgie und Chirurgie/Handchirurgie

PRAXISKLINIK FÜR ÄSTHETISCH-PLASTISCHE UND HANDCHIRURGIE IN HAMBURG
Praxisklinik für Ästhetisch-Plastische und
Handchirurgie in Hamburg-Harburg Praxisklinik für Ästhetisch-Plastische und
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Brustvergrösserung

Eine sehr kleine Brust kann eine erhebliche psychische Belastung darstellen. Manchmal besteht das Problem schon seit der Pubertät. In anderen Fällen ist die Brust nach Schwangerschaft und Stillzeit stark geschrumpft und dann auch oft erschlafft. Durch eine Brustvergrösserung lässt sich in vielen Fällen eine schöne, volle Brust erreichen. In aller Regel wird dabei über einen ca. 4-5 cm langen Schnitt ein Silikonimplantat eingebracht. Silikonimplantate haben heute hohe Qualitätsstandards und sind seit über 50 Jahren erprobt.

Wir verwenden aus Sicherheitsgründen ausschliesslich Implantate von Firmen,die auf dem amerikanischen Markt zugelassen sind und die strenge Prüfung durch die FDA (Food and Drug Administration) bestanden haben.

Die gängigen Schnitte liegen in der Unterbrustfalte, um den Warzenvorhof oder in der Achselhöhle. Alle Schnittführungen haben ihre Vor- und Nachteile, die in jedem Einzelfall abgewogen werden müssen. Am häufigsten wird jedoch der Schnitt in der Unterbrustfalte gewählt, da von dort die Gestaltung der Implantattasche besonders gut möglich ist. Ausserdem ist bei eventuellen, späteren Korrekturen oder bei Implantatwechseln zumeist ein Zugang über die Unterbrustfalte erforderlich. Wenn dann die Schnitte schon von Anfang an dort gesetzt wurden, hat man keine zusätzlichen Narben. Die nächste Entscheidung, die zu treffen ist, ist diejenige, ob das Implantat unter oder über den Brustmuskel gelegt wird. Bei sehr schlanken Frauen oder Frauen mit sehr wenig Brustgewebe zeichnen sich die Implantate leicht unter der Haut ab. In diesen Fällen sollten die Implantate besser unter dem Brustmuskel liegen.

Bei Frauen mit mehr Brustgewebe und fülligerer Figur bietet die Lage über dem Brustmuskel ein natürlicheres Aussehen. Einen Sonderfall bildet die erschlaffte Brust. Hier ergibt die Implantatlage unter dem Brustmuskel oft kein schönes Ergebnis. Ausserdem sind dem Ausgleich der Brusterschlaffung durch ein Implantat enge Grenzen gesetzt. Manchmal ist zusätzlich eine Bruststraffung erforderlich. Zu klären wäre dann noch die Frage nach Grösse und Form der Implantate. Dies ist in erster Linie natürlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Zu bedenken ist aber auch die Gewebequalität.

Frauen, die bereits eine erschlaffte Brust haben, werden durch ein grosses Implantat rasch erneut eine erschlaffte Brust bekommen, möglicherweise noch ausgeprägter als vorher. Hier ergibt ein kleineres Implantat und eine zusätzliche Straffung oft weit bessere Ergebnisse. Körpergrösse und Brustgrösse sollten darüber hinaus zueinander passen. Kleinere, schmal gebaute Frauen benötigen eher Implantate mit einer kleineren Basis, grosse Frauen und Frauen mit einem grösseren Brustkorbumfang benötigen Implantate mit einer grossen Basis. Ausserdem muss auf Besonderheiten der Brustkorbform wie eine Kiel- oder Trichterbrust oder auch eine Wirbelsäulenverformung (Skoliose) geachtet werden.

Noch im Erprobungsstadium ist eine Brustvergrösserung durch Eigenfett. Brustvergrösserungen durch anderes Eigengewebe wie Bauch- oder Rückenlappen kommen nur in der Wiederherstellungschirurgie zum Einsatz. Diese Methoden sind für die ästhetische Brustchirurgie wenig geeignet.

FAQ

1. Müssen die Implantate nach einigen Jahren ausgetauscht werden und wenn ja wann?

Die Implantathersteller geben an, dass die Implantate nicht grundsätzlich nach einer bestimmten Zeit ausgetauscht werden müssen. Gewöhnlich werden Garantien für 10 Jahre, manchmal sogar lebenslänglich gegeben. Dennoch sind Materialfehler oder minimale Schäden am Implantat beim einsetzen oder durch Unfälle möglich. Ausserdem müssen die Implantate zumeist ausgetauscht werden, wenn aus anderen Gründen, zum Beispiel wegen einer Kapselfibrose, operiert werden muss.

2. Woran erkenne ich, ob mein Implantat einen Defekt hat?

Wenn nach Jahren des problemlosen Tragens der Implantate plötzlich eine Formveränderung der Brust auftritt, liegt der Verdacht eines Implantatdefekts nahe. Eine Ultraschalluntersuchung durch den Frauenarzt gibt Gewissheit.

3. Was ist eine Kapselfibrose?

Der Körper grenzt sich gegen das Implantat ab. Das ist normal. Dabei bildet er eine Hülle um das Implantat. Im Idealfall ist diese Hülle nur eine dünne Haut. Manche Menschen bilden aber eine derbe und sehr dicke Hülle, manchmal auch mit Einschnürungen. Dann fühlt sich die Brust sehr fest an. Manchmal verformt sie sich sogar oder rutscht nach oben. In leichteren Fällen können Massagen und Einnahmen von Vitamin E das Problem bessern. Besteht jedoch eine ausgeprägte Kapselfibrose, müssen die Implantate herausgenommen und die Kapsel ganz oder teilweise entfernt werden. Sofern die Implantate über dem Brustmuskel liegen, werden sie dann häufig unter den Brustmuskel verlagert. Die Angaben, wie häufig das Problem auftritt, sind sehr verschieden. Ungefähr 5-10% der Frauen, die eine Brustvergrösserung vornehmen lassen, dürften von dem Problem betroffen sein.

DGPRÄC (Deutsche Gesellschaft für Plastische Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie) http://www.kbv.de/qep/qep.html
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