Dr. med. Sigrid Hülsbergen-Krüger

Fachärztin für Plastische Chirurgie und Chirurgie/Handchirurgie

PRAXISKLINIK FÜR ÄSTHETISCH-PLASTISCHE UND HANDCHIRURGIE IN HAMBURG
Praxisklinik für Ästhetisch-Plastische und
Handchirurgie in Hamburg-Harburg Praxisklinik für Ästhetisch-Plastische und
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Übermäßiges Schwitzen / Schweissdrüsenabsaugung

Übermäßiges schwitzen kann sehr belastend sein. Insbesondere wenn der Schweiss auch noch unangenehm riecht. Die Ursachen sind vielfältig. Zunächst sollten körperliche Ursachen, wie ein hoher Blutdruck oder eine Schilddrüsenerkrankung ausgeschlossen und gegebenenfalls behandelt werden. Auch Menschen mit einer vegetativen Labilität schwitzen oft übermässig.

Solche Menschen neigen dazu, sich schnell aufzuregen, zu erröten, bei Aufregung zu zittern oder in Ohnmacht zu fallen. Sie bekommen auch leicht Herzklopfen. In diesem Fall sollte zunächst durch den Hausarzt geprüft werden, ob die Behandlung mit einem Betablocker in niedriger Dosierung erfolgversprechend ist. In einem Teil der Fälle verschwindet das übermässige schwitzen durch die Medikamenteneinnahme.

In anderen Fällen und bei den Menschen, bei denen sich keine besondere Ursache für das übermässige Schwitzen finden lässt und auch die Behandlung mit Spezialdeodorants oder Aluminiumhydroxit (Verordnung durch einen Hautarzt) ohne Erfolg bleibt, ist eine Botulinumtoxinbehandlung oder eine Schweissdrüsenabsaugung die Therapie der Wahl.

Die Botolinumtoxinbehandlung lähmt die Schweissdrüsen für ca. 4-6 Monate. Sie muss dementsprechend regelmässig wiederholt werden. Der Vorteil ist, dass mit den Botulinumtoxinspritzen auch übermässiges schwitzen an der Stirn und an den Händen erfolgreich behandelt werden kann.

Eine dauerhafte Beseitigung des übermässigen schwitzens im Bereich der Achselhöhlen ist durch eine Schweissdrüsenabsaugung zu erreichen. Dabei werden die Achselhöhlen über 2-3 kleine Einstiche mit einer Flüssigkeit gefüllt, die auch bei Fettabsaugungen verwendet wird und unter anderem ein örtliches Betäubungsmittel enthält. Nach kurzer Einwirkung werden dann die Schweissdrüsen mit einem kleinen, löffelartigen Instrument von innen abgeschabt. Der Löffel ist über einen Schlauch mit einem Absauggerät verbunden, in das das entfernte Gewebe dann verschwindet.

Da man die Schweissdrüsen nicht sehen kann, gibt es natürlich kein genaues Kriterium, wann genug davon entfernt sind. Es ist auch nicht beliebig viel Gewebe entfernbar, da ab einem bestimmten Ausmass die Hautdurchblutung leidet. Tatsächlich ist jedoch bei ca. 80 % der Patienten das Problem nach der Schweissdrüsenabsaugung behoben und auch bei den übrigen 20% deutlich gebessert.

Einige Patienten wünschen dennoch eine weitere Verbesserung, was durch eine zweite Absaugung durchaus möglich ist. Die Schweissdrüsenabsaugung ist ein ambulanter Eingriff, der ca. eine Stunde dauert. Leichtere Arbeit (Bürokräfte ) ist bereits nach 3-4 Tagen wieder möglich.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

FAQ

1. Wie lange hält das Ergebnis einer Schweissdrüsenabsaugung?

Das Ergebnis einer Schweissdrüsenabsaugung ist gewöhnlich dauerhaft. Wir führen den Eingriff seit 2004 regelmässig durch und hatten bisher keine Patienten, die nach erfolgreicher OP erneut wegen übermässigen schwitzens vorstellig wurden.

2. Ich habe gehört, dass man nach einer Schweissdrüsenabsaugung evtl. an anderen Stellen mehr schwitzt.

Normalerweise ist das nicht der Fall. Allerdings gibt es gelegentlich Menschen, die auch an anderen Stellen sehr stark schwitzen (besonders Männer).Ob diese dann in den nicht abgesaugten Bereichen mehr schwitzen, oder ob sie dies nur im Kontrast zu den abgesaugten Bereichen so wahrnehmen, ist schwer zu beurteilen.

DGPRÄC (Deutsche Gesellschaft für Plastische Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie) http://www.kbv.de/qep/qep.html
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