Dr. med. Sigrid Hülsbergen-Krüger

Fachärztin für Plastische Chirurgie und Chirurgie/Handchirurgie

PRAXISKLINIK FÜR ÄSTHETISCH-PLASTISCHE UND HANDCHIRURGIE IN HAMBURG
Praxisklinik für Ästhetisch-Plastische und
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Bruststraffung

Manche trifft es früher, andere später. Die Brust folgt der Schwerkraft und hängt herab. Tritt das Problem bei jüngeren Frauen auf, so ist es oft eine Folge von Schwangerschaft und Stillzeit. Auch schlechtes Bindegewebe, erkennbar an einer Streifenbildung, wirkt sich ungünstig aus.

Je größer die Brust, desto schneller hängt sie, aber auch die Neigung ohne BH zu gehen oder gar Sport zu treiben, beeinflusst die Ausbildung einer Hängebrust. Viele Frauen kommen dann zur Beratung mit der Vorstellung, das Problem durch ein Implantat zu lösen. Das funktioniert jedoch nur in gering ausgeprägten Fällen und bei einer eher kleinen Brust.

Bei allen anderen Frauen ist eine Bruststraffung erforderlich. Dabei wird die Brust wieder in ihre ursprüngliche Position angehoben, die Brustwarze nach oben verlagert, das Brustgewebe gestrafft und die überschüssige Haut im unteren Brustbereich entfernt. Bei großen Brüsten sollte auch eine gleichzeitige, moderate Verkleinerung in Betracht gezogen werden, denn je kleiner die Brust und je besser das Bindegewebe, desto haltbarer ist das Ergebnis der Operation. Frauen mit noch aktuellem Kinderwunsch sollten den Eingriff verschieben, bis die Familienplanung abgeschlossen ist, da eine Schwangerschaft einen ungünstigen Effekt auf das OP-Ergebnis hat.

Ist das Brustgewebe durch die Schwangerschaft stark geschwunden, kann gegebenenfalls auch zusätzlich ein Implantat eingelegt werden. Dieses sollte aber nicht zu groß gewählt werden, da ein schlechtes Bindegewebe kein großes Implantat trägt.

Gegenüber der Brustvergrößerung muss man bei der Bruststraffung mit etwas mehr Narben rechnen. Diese verlaufen um den Warzenhof und von dort in der Mitte der Brust nach unten zur Unterbrustfalte. In den meisten Fällen werden diese Narben rasch sehr unauffällig.

FAQ

1. Darf ich nach einer Bruststraffung noch ohne BH gehen?

Nach der OP sollen Sie für 6-8 Wochen einen gut sitzenden Sport-BH tragen, davon die ersten drei Wochen Tag und Nacht. Das soll die Festigung der durch die OP erzielten neuen Brustform unterstützen und festigen. Ausserdem sollten die Narben für 3 Monate nach der OP keiner direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden, da sie sich sonst verfärben können. Im übrigen gilt, dass eine gute Unterstützung das Ergebnis erhält.

2. Kann ich nach einer Bruststraffung noch stillen?

Es ist schwierig, darüber eine Aussage zu machen. Im Prinzip können Frauen nach der heute in Europa sehr häufig angewandten Straffungstechnik nach Lejour, ebenso wie nach Brustvergrößerung mit Implantaten auch weiterhin stillen. Im Einzelfall kann das aber auch anders sein, wobei die Gründe dafür oft nicht zu klären sind. Daher müssen alle Patientinnen, die einen solchen Eingriff machen lassen wollen, unterschreiben, dass sie wissen, das stillen eventuell anschliessend nicht mehr möglich ist.

3. Ich habe vor drei Monaten entbunden und stille nicht. Meine Brust hat durch die Schwangerschaft stark an Spannkraft verloren und hängt herab. Wann kann ich eine Straffung machen lassen?

Nach der Geburt sollte 9-12 Monate abgewartet werden. Erst dann ist der Zustand des Gewebes soweit stabil, dass der Eingriff sinnvoll ist.

DGPRÄC (Deutsche Gesellschaft für Plastische Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie) http://www.kbv.de/qep/qep.html
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